• Aus dem Arbeitskreis Inklusion Weinheim

    Wie gehabt trifft sich der Arbeitskreis Inklusion Weinheim zweimal jährlich mit dem Ziel der Förderung der schulischen Inklusion im Raum Weinheim. Teilnehmen können Eltern aus Inklusionsklassen (von Kinder mit oder ohne Behinderung), Schulleiter und Lehrkräfte, Vertreter von Elterninitiativen und des Schulträgers sowie teilweise des Schulamtes.
    Am 3. April fand die Frühjahrssitzung statt, für die erneut die Räume der Lebenshilfe Weinheim genutzt werden durften. Die Sprecherinnen des AKI, Kerstin Köhler und Kerstin Herbold, freuten sich, dass die Veranstaltung mit ca. 25 Teilnehmern gut besucht war. Es gab zwei Themenschwerpunkt mit insgesamt 7 Referenten.
    Zunächst wurde das Angebot der „Praxisbegleitung Inklusion“ vorgestellt, das von den baden-württembergischen Schulämtern zur Unterstützung von Inklusionsklassen zur Verfügung gestellt wird. Hierbei kommen auf Anfrage der betreffenden Schule die Praxisbegleiter direkt an die Schule und besprechen mit den Lehrkräften vor Ort Möglichkeiten, Ideen und Anregungen für die praktische Umsetzung von Inklusion vor Ort, unter Berücksichtigung der Klassenzusammensetzung, der Zusammensetzung des Lehrerteams und der räumlichen Gegebenheiten. Es können auch Materialien für differenzierten Unterricht weitergegeben werden. Auf Wunsch kommen die Berater auch mehrfach an die Schulen und begleiten die Klassen so längere Zeit. Drei Kollegen aus dem Team der Praxisbegleiter des Schulamtes Mannheim stellten das Angebot sowie Möglichkeiten des Kontakts für die Teilnehmer des AKI vor.
    Der zweite Schwerpunkt war der Übergang von Sekundarstufe I zur beruflichen Ausbildung im inklusiven Setting. Die Sonderpädagoginnen Frau Kümmerle von der Schiller-Gemeinschaftsschule Hemsbach und Frau Lehner von der Maria-Montessori-Schule Weinheim berichteten über das Angebot BVE (berufsvorbereitende Einrichtung) im allgemeinen und im Besonderen an den beruflichen Schule in Weinheim. Sebastian Beilharz (auch Schillerschule) referierte über Praktika und Berufsfindung sowie Berufswegekonferenzen an einer allgemeinen Schule am Beispiel der Schiller-Gemeinschaftsschule. Ergänzt wurde das Thema beruflicher Übergang durch Erläuterungen des Inklusionsbeauftragten der beruflichen Schulen Weinheim, Herrn Thomas Jäger, zur Inklusion von Menschen mit Körperbehinderung oder anderen Einschränkungen wie chronischen Erkrankungen an den Berufsschulen, Nachteilsausgleich etc.
    Im Anschluss ergab sich eine rege Diskussion über Bedingungen für einen gelungenen Übergang von der Schule zur beruflichen Bildung im Rahmen der Inklusion. Kritisch betrachtet wurden die Vorgaben, dass Kinder mit zieldifferentem Bildungsplan bereits nach Klasse 9 in der Regel die Schule verlassen müssen sowie die zumindest derzeit noch fehlende echte Inklusion an den Berufsschulen.
    Die nächste Sitzung des AKI wird am 13. November 2019 Stattfinden.

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