• Inklusionsarbeit ist intensive Wertearbeit

    Arbeitskreis Inklusion Kitas beschäftigt sich mit dem „Index für Inklusion“

    Weinheim, 03.11.2015.
    Zum vierten Mal seit seiner Gründung im März 2014 setzen sich über 20 Mitglieder des Arbeitskreises Inklusion Kitas mit der vorschulischen Inklusion auseinander, dies in den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten der städtischen Kindertagesstätte Kuhweid. Diese Einrichtung war nämlich die erste in ganz Baden-Württemberg, die 1991 im Rahmen eines Modellversuchs mit wissenschaftlicher Begleitung zwei Inklusionsgruppen als festen Bestandteil in seinem pädagogischen Konzept aufnahm. Und obgleich seitdem schon über 24 Jahre vergangen sind, ist Inklusion in vorschulischen wie schulischen Kontexten immer noch ein brandaktuelles Thema, das bedingt durch die UN-Behindertenrechtskonvention und das neue baden-württembergische Schulgesetz endlich wichtige Rechtsgrundlagen erhalten hat.

    Diesmal setzte sich der Arbeitskreis Inklusion Kitas mit dem „Index für Inklusion in Kindertageseinrichtungen – gemeinsam leben, spielen und lernen (Booth / Ainscow / Kingston)“ auseinander.
    „Inklusion beachtet alle Heterogenitätsdimensionen, sie ist zutiefst demokratisch und werteorientiert. Inklusion ist das Gegenteil von Ausgrenzung“ so eröffnete Sabine Kaiser von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg ihren Vortrag. Sie erläuterte den Anwesenden die Inhalte und den Umgang mit diesem Lehrwerk, das allen Weinheimer Kindertageseinrichtungen eine große Unterstützung in der täglichen Arbeit sein könnte. Der Index versteht sich nämlich als eine Hilfestellung und Handreichung zur Unterstützung der inklusiven Entwicklung in Tageseinrichtungen für Kinder, er kann deren Mitarbeitern/innen helfen, ihre eigenen nächsten Schritte zu finden, um die Partizipation aller Kinder an Spiel und Lernen zu erhöhen und Ausgrenzung zu minimieren.

    Nach Beendigung des Vortrags dankten die Anwesenden, insbesondere Frau Kerschbaum, Leiterin der gastgebenden Kindertagesstätte, für die Bereicherung durch das neue „Index-Wissen“: „wir werden prüfen, welche Elemente wir in der täglichen Arbeit mit den Kindern umsetzen können.“

    Wer Interesse am Index hat, kann diesen beziehen bei der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) unter broschueren@gew.de.

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